Gutachterliche Untersuchung der Magistrale vom Mundsburger Damm bis zur Bramfelder Straße

 

Der Bezirk Hamburg-Nord begutachtet eine seiner Hauptverkehrsstraßen. Die Magistrale mit den Straßen Mundsburger Damm, Oberaltenallee, Hamburger Straße, Barmbeker Markt und Bramfelder Straße mit ca. 4 Kilometer Länge wird von der Alster bis zur Bezirksgrenze unter die Lupe genommen.

Dabei sollen Ideen für die zukünftige räumliche und städtebauliche Gestaltung entworfen, Nachverdichtungsmöglichkeiten geprüft und Entwicklungs- und Umbauziele für den Verkehrsraum formuliert werden.

Seit dem 10. Juli 2017 ist die Online-Beteiligung beendet.
Wir freuen uns über das große Interesse an der Magistrale und bedanken uns für die vielen Ideen und Anregungen!
Diese werden jetzt ausgewertet und dokumentiert und fließen in den weiteren Prozess ein.

(Bild: Plangrundlage: Bezirksamt Hamburg-Nord; Bearbeitung: ppp architekten + stadtplaner)

Hintergrund

"Mehr Stadt in der Stadt" ist das zentrale Ziel der Hamburger Stadtentwicklung. Dabei geht es neben dem Bau neuer Wohnungen auch um eine qualitätsvolle Weiterentwicklung der Quartiere und Nachbarschaften, zu denen auch die großen Hauptverkehrsstraßen / Magistralen der Stadt gehören. Ziel der gutachterlichen Untersuchung ist es daher, Ideen für die städtebauliche und freiraumplanerische Entwicklung der Magistrale aufzuzeigen, Lösungen für künftige Mobilitätsplanungen zu diskutieren und Neubaupotentialflächen zu identifizieren.

Die großen Magistralen Hamburgs verbinden als wichtige Verkehrsadern die Innenstadt mit den äußeren Stadtteilen und den Umlandgemeinden. Sie sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch weitgehend ohne motorisierten Verkehr entstanden und wurden seit den 1960er Jahren, dem Leitbild der autogerechten Stadt folgend, zugunsten des fahrenden und ruhenden Verkehrs radikal umgebaut. Aufgrund ihres verkehrsgerechten Ausbaus sind die Magistralen heute durch erhebliche Verkehrs-, Lärm- und Schadstoffbelastungen beeinträchtigt und werden städtebaulich, stadtgestalterisch und funktional weder ihrer Bedeutung als „Visitenkarte“ noch als lebendiger Stadtraum gerecht.

Durch die Notwendigkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren, gewinnen nachhaltige Mobilitätskonzepte an Bedeutung. Zurzeit durchlebt die Automobilindustrie einen Umbruch, das Auto der Zukunft wird emissionsfrei (und vermutlich autonom) fahren. Zudem ändert sich das Verkehrsverhalten. Die Abkehr vom Auto als Statussymbol ist in den Großstädten besonders augenfällig und führt zur Nutzung alternativer Verkehrsmittel.

Dies ermöglicht auch eine Neudefinition der Magistralenräume. Durch eine Verminderung der Dominanz des Autoverkehrs werden neue städtische Räume möglich.

Da gleichzeitig die Ansprüche an ein qualitätsvolles Wohn- und Arbeitsumfeld gestiegen sind, ist eine neue städtebauliche, freiraumplanerische und verkehrliche Strategie notwendig.

Zudem finden sich entlang der Trassen auch Flächenpotentiale, die sich unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Wohnungsbau eignen.



Online-Beteiligung

An dieser Stelle hatten Sie vom 7. Juni bis zum 11. Juli 2017 die Möglichkeit, Ihre Ideen, Kritikpunkte, Anliegen, Vorschläge und Hinweise unter „Beiträge“ einzubringen. Alle Beiträge sind weiterhin online und jederzeit einsehbar.



Für die Erstellung des Gutachtens beauftragt wurde das Büro
ppp architekten + stadtplaner
, Hamburg. Unterstützt werden sie von den Hamburger Büros arbos (Freiraumplanung), ARGUS (Verkehrsplanung) und der politik- und unternehmensberatung markus birzer (Beteiligungsverfahren und Moderation)

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirks Hamburg-Nord unter diesem link.




Ansprechpartner für das Projekt im Bezirksamt Hamburg-Nord:
Bezirksamt Hamburg-Nord
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung .
Kümmellstraße 6 . 20249 Hamburg
Tel. +49 40 42804 6011
magistrale@hamburg-nord.hamburg.de